EGK-Therapeutenstelle
Untere Steingrubenstrasse 3
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4501 Solothurn
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Öffnungszeiten:
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Freitag
08.30 - 11.30
Kunsttherapie
In der Kunsttherapie wird hauptsächlich mit Medien der bildenden Kunst gearbeitet. Dazu zählen malerische oder zeichnerische Medien, plastisch skulpturale Gestaltungen oder auch fotographische Medien. Durch sie können Patienten unter therapeutischer Begleitung innere und äussere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln, neue Handlungsspielräume entfalten, ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden und Lösungsmöglichkeiten schaffen.
Die ersten kunsttherapeutischen Ansätze stehen mit der Entwicklung der anthroposophischen Medizin im Zusammenhang. Grundlage als Menschenbild ist die Dreigliederung des Menschen in Geist, Seele und Körper (Denken, Fühlen, Wollen).
Die Kunsttherapie unterscheidet sich von anderen Therapieformen dadurch, dass zu der Beziehung Therapeut – Patient ein drittes Element hinzutritt: das künstlerische Medium. Daraus ergibt sich zwischen den Beziehungspunkten Therapeut – Patient – Medium (Werk) ein Beziehungsdreieck, das in der kunsttherapeutischen Literatur als kunsttherapeutische Triade bezeichnet wird. Damit spielen für die kunsttherapeutische Praxis drei Ebenen und ihre Beziehung zueinander eine Rolle: das künstlerische Gestalten am Werk, die Beziehung zwischen Therapeut und Patient sowie die Betrachtung des Werkes und seine Wirkung.
Die Kunsttherapie ist in den letzten Jahren in klinisch-medizinischen Behandlungskonzepten zu einem Bestandteil des psycho-sozialen Angebots im stationären und ambulanten, sowie im präventiven, akutmedizinischen (z. B. Krankheitsbewältigung- und verarbeitung) und rehabilitativen Bereich geworden. Sie dient der Krankheitsvorsorge, der akuten Krankheitsbewältigung wie auch der Rehabilitation. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich gegenwärtig von der Psychiatrie über die Psychosomatik, Onkologie/Hämatologie, (Sozial-)Pädiatrie bis hin zur Neurologie und Geriatrie.
Quelle: EGK-Therapieführer