EGK-Therapeutenstelle
Untere Steingrubenstrasse 3
Postfach 363
4501 Solothurn
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Öffnungszeiten:
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Freitag
08.30 - 11.30
Tomatis
Die Tomatis-Methode geht von Wechselwirkungen zwischen Ohr, Körper, Stimme und Psyche aus. Unsere Ohren sind, im Gegensatz zu den Augen, immer geöffnet. Wir hören immer. Dennoch nehmen wir nicht immer alles bewusst wahr, denn wir hören längst nicht immer zu.
Teil unseres Innenohrs ist das Gleichgewichtsorgan, das einen Einfluss auf jeden einzelnen Muskel des Körpers hat und uns hilft, uns im Raum zu orientieren. Schwierigkeiten im entsprechenden Frequenzbereich können schwerwiegende Einflüsse auf unsere Bewegungsentwicklung, auf Körperhaltung, Körpergefühl sowie auf die groben und feinen Bewegungsabläufe haben.
Prof. Alfred Tomatis, Facharzt für Hals, Nasen, Ohren und Phoniater, erforscht seit Jahrzehnten die Wechselwirkung zwischen Ohr, Körper, Stimme, Sprache und Psyche. Seine Feststellung bildet die Grundlage der Tomatis-Methode: Jeder Klangausdruck – sei es in Sprache, im Gesang, oder auf einem Instrument – widerspiegelt die Analyse- und Kontrollgewohnheit des Ohres. Er entwickelte ein Therapiekonzept, das die Horchentwicklung in ihren verschiedenen Phasen nachbildet. Wichtige Hilfsmittel sind das elektronische Ohr, ein hochdifferenziertes Ohrtrainingsgerät, das zwischen Tonband und Kopfhörer geschaltet wird und die speziellen Kopfhörer mit Ohrmuscheln und einem Vibrator, der den Ton auf die Knochen überträgt und damit das Trommelfell umgeht. Bei Interessierten wird in Horchtests, weiteren Abklärungen und einem Gespräch die ganz persönliche Art zu horchen beurteilt. Die Tomatis-Methode eignet sich bei Entwicklungsverzögerungen und –störungen, Lernproblemen, Schulschwierigkeiten, Kommunikationsstörungen, Problemen mit Gedächtnis und Konzentration, grosser Ermüdbarkeit, Verhaltensstörungen, Aggressivität und um die Sprechtechnik zu verbessern.
Quelle: EGK-Therapieführer